Kreative Wäller – allemol !

Am Mittwochabend (14. März 2018) brummte es im Altenkirchener Forum 26 gewaltig: Drei Stunden dauerte der Workshop zur Fragestellung „Was könnte unsere Region interessanter machen?“. Unter Einsatz der innovativen Methode „Y7“ aus dem Start-up-Land Israel nahmen 16 Bürgerinnen und Bürger aktiv und begeistert an der Veranstaltung von Roland Böhringer und Claudia Schubert teil. In drei angeleiteten Phasen wurden angeregt viele Fragen zum Thema aufgeworfen, Aktuelles recherchiert und äußerst kreative Ideen entwickelt, die hilfreich auch für das soziale Miteinander in unserer Region sein könnten. Es wurde klar, dass es selbstverständlich deutlich mehr Zeit braucht als diese Schnupperstunden, um neue Ideen mit dieser Methode fundiert weiter zu entwickeln und umzusetzen. Gleichzeitig wurde aber auch klar, dass die Y7-Methode bestens geeignet ist, um ‚out of the box‘ Lösungen zu finden – insgesamt also eine gelungene Premiere!

Die Koordinatorin der LEADER-Raiffeisenregion, Marion Gutberlet, kann sich den Einsatz dieser Methode zum Beispiel in Schulen gut vorstellen. Tatsächlich bekommen derzeit die ersten 50 Lehrer in Israel ein Training, um sie später im Unterricht anwenden zu können.

Neue Ideen zu entwickeln ist in der Tat anspruchsvoll, denn der Mensch neigt dazu, bestehende Gewohnheiten zu pflegen. In dieser scheinbaren Sicherheit haben „neue Pflänzchen“ keinen Platz. Axel Weigend, Leiter der Jugendkunstschule Altenkirchen, gefiel die Wachstumsanalogie der insgesamt 7 Stadien umfassenden Methode und das darin liegende Potenzial: Es ist wie bei der Gartenarbeit – der Boden muss zunächst gründlich gepflügt und bearbeitet werden, damit neue Samen später gut darin wachsen können! Zunächst gilt es, einschränkende Denkweisen zu sprengen, damit innovative Ideen sprießen können. In diesem Workshop wurden den Teilnehmern erste hilfreiche Werkzeuge dazu zur Verfügung gestellt, so dass Ute Krause und Rolf Becker vom Waldcafé Wilhelmsteg in der Kroppacher Schweiz – beide selbst im kreativen Umfeld tätig – begeistert reflektierten, dass ihnen bis zu diesem Abend nicht bewusst war, dass Kreativität nicht nur im Chaos entstehen kann, sondern mit der Y7-Methode tatsächlich erlernbar ist.

=> Der geplante Termin am Samstag, 14.04.2018, wird auf einen späteren Termin verschoben. Ankündigung folgt.

 

Kreativitäts-und Start-Up Training im Kontext des Raiffeisen-Jubiläumsjahrs 

Bitte lesen Sie hierzu den Artikel der Rheinzeitung unter "Presse". Die hier vorgestellte Y7 Methode (www.y7generation.com) wurde im Start-Up Land Israel von Prof. Ezri Tarazi (siehe Wikipedia sowie www.tarazistudio.com) entwickelt, und wird jetzt vom Ministerium für Bildung in den Bereichen Technik, neue Medien und Design eingesetzt, aber sie ist praktisch für viele Bereiche anwendbar. Zur Zeit werden 50 High School Lehrer in Israel darin ausgebildet, diese ganzheitliche Methodik der Innovation im kommenden Jahr an 10 Schulen mit 5000 Schülern zu unterrichten, als Unterrichtsfach "Innovation".

Das Raiffeisenland kann hier Vorreiter für einen neue Methodik werden, die sich von hier aus verbreiten und unsere Region weiter nach vorne bringen kann.  

Termine 2018 mit Roland Böhringer und Claudia Schubert

 

Samstag, 14. April 2018: 15-18 Uhr 

Im „Forum 26“, Driescheider Weg 26, Altenkirchen

Teilnehmerzahl begrenzt auf 20, nur auf Voranmeldung an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, Eintritt 12 €, ermäßigt 8 €.

Bitte Handy oder Tablet/Labtop mit Funk-Internet mitbringen, falls möglich. (kein Wlan vor Ort)

 

 

 

    Claudia Schubert u. Roland Böhringer

Es ist an der Zeit, das kreative Potential des einzelnen, insbesondere junger Menschen, zu fördern, da viele Probleme mit bisherigem, „altem“ Denken nicht gelöst werden können. Hier besteht eine enge Verbindung zwischen neuem Denken, das zu anfangs meist als „Querdenken“ verstanden wird, und Fortschritt. Heute gilt es, technologisch und digitalen Fortschritt in Einklang zu bringen mit sozialen, ethischen und nachhaltigen Einstellungen und Entwicklungen.

Aus historisch und geografisch nicht einfachen Bedingungen etwas zu machen, ist eine der gewachsenen Stärken des Westerwalds. Diese Qualität könnte sich in Zeiten großer Veränderungen vielleicht als „Pluspunkt“ erweisen, der, richtig genutzt und mit kreativem Denken freigesetzt, neue Ansätze und Projekte zu Tage fördern kann.

Die angebotenen Termine sollen helfen, diese Möglichkeit weiter auszuloten. Bei Interesse sind aufbauende Workshops möglich. Möchten Sie über ihre Projektidee sprechen, oder einfach ein bereits bestehendes Projekt kreativ beleuchten um es evtl. zu verbessern oder zu erweitern, rufen Sie uns bitte unverbindlich an: (0176) 27 74 77 61 oder (02681) 987 417

Köln: Wie gestaltet man einen richtig interessanten Online-Workshop?

 

Bundeskanzlerin Angela Merkel, Davos, 24. 1. 2018, mit Blick auf Deutschland: "...lebenslanges Lernen soll selbstverständlich werden...ein "Ökosystem für Start-Ups" soll entstehen. (Zitat "Fokus " online)

"In Deutschland fehlt zudem nach wie vor eine Start-Up Kultur, weswegen sich die Mehrheit der deutschen Jugendlichen vorstellen könnte, Beamter zu werden. Die Mehrheit der jungen US-Amerikaner möchte hingegen ein eigenes Unternehmen aufbauen.." (aus dem Buch "Digitale Intelligenz" von Verena Gonsch)

"Zudem sollte man versuchen, den Westerwald attraktiv für Mitarbeiter zu machen. Man sollte nicht das Offensichtliche bewahren, sondern sich überlegen, wie man darüber hinwegkommen kann...was wir bisher im Rahmen der Digitalisierung erlebt haben, ist ein laues Lüftchen, im Gegensatz dazu, was uns in den nächsten fünf Jahren erwartet."  Airbus Chef Dr.Tom Enders, beim Marienthaler Forum 23.9.2017 (aus:AK-Kurier)

„Fünf der zehn wertvollsten Firmen der Welt kommen inzwischen aus der Digitalwirtschaft. Alle stammen aus den USA, keine aus Deutschland, keine aus Europa…wir Deutschen spielen nicht mehr in der Spitzenliga. Mit jedem Jahr, das ungenutzt vergeht, fallen wir weiter zurück.“, (aus dem Spiegel Bestseller "Silikon Germany", von Christoph Keese).

Welche Unterstützung/Erfahrungen benötigen junge Menschen, zur besseren Orientierung auf ihrem Weg?